Tabelle 2. Bundesliga
1. EHC München 34 +60 75
2. SERC Wild Wings 34 +30 70
3. SC Bietigheim Steel 33 +19 62
4. EVR Tower Stars 33 +29 60
5. SC Riessersee 35 +9 57
6. Heilbronner Falken 34 +15 54
7. Landshut Cannibals 34 +4 50
8. Lausitzer Füchse 35 -7 50
9. ESV Kaufbeuren 35 -12 48
10. Fischtown Pinguins 34 -3 44
11. Dresdner Eislöwen 35 -15 51
12. Eispiraten Crimmits 34 -12 37
13. Hannover Indians 34 -44 32
14. Wölfe Freiburg 34 -73 27
 
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Bild: Endlich wieder ein Derbysieg!

Endlich wieder ein Derbysieg!

Calce-Hattrick beim 5:3 im Ellental


Nachdem die Heilbronner Falken in den letzten Spielen gegen die Bietigheim Steelers stets zweiter Sieger geblieben waren, war es am Sonntagabend endlich wieder einmal soweit: Mit 5:3 wurde nach einer starken Mannschaftsleistung ein verdienter Derbysieg eingefahren. Als Matchwinner durfte sich dabei Kapitän Luigi Calce feiern lassen, der allein drei Treffer erzielte.
Vor fast voller Hütte im Bietigheimer Ellental mussten beide Teams ersatzgeschwächt in die Partie gehen. Bei Heilbronn fehlten weiterhin die verletzten St. Jean und Filobok und der gesperrte Cabana, während die Steelers auch auf zwei Leistungsträger verzichten mussten. Andress und Kelly sollten den Gastgebern doch schmerzlich fehlen. Das sollte im ersten Drittel aber noch nicht so deutlich werden, in dem beide Teams den Zuschauern ein flottes und kampfbetontes Derby boten. Bietigheim hatte in der Anfangsphase etwas mehr vom Spiel und ging nach gut vier Minuten in Führung. Die Scheibe landete bei Smazal, der einfach mal abzog und den Puck in den Winkel hämmerte. Die Falken zeigten sich durch diesen Rückschlag aber keineswegs beeindruckt und hielten, wieder einmal durch die zahlreichen und lautstarken Fans in Rot-Weiß-Blau hervorragend unterstützt, gut mit und kamen auch zu Chancen. Eine davon brachte in der 11. Minute den Ausgleich, als Calce einen Rebound verwertete. Der Jubel war aber kaum verhallt, da brach er auf der anderen Tribünenseite wieder aus. Bei angezeigter Strafe gegen Heilbronn setzte sich Hammer über links durch und kam frei zum Schuss, Brückmann war erneut geschlagen. Aber auch die neuerliche Führung des Favoriten brachte den HEC nicht aus dem Konzept, die Schlussphase des Drittels gehörte dann klar Heilbronn. Bei doppelter Überzahl bot sich die große Chance zum Ausgleich, und kurz nachdem der erste Steeler von der Strafbank zurückgekehrt war, stand Calce am langen Pfosten goldrichtig und traf zum 2:2.
Im zweiten Drittel dagegen kamen die Gastgeber wieder besser ins Spiel und übernahmen mehr und mehr die Initiative, während bei den Falken in der Offensive nicht mehr allzu viel gelang. Dafür stand man hinten weitgehend gut und ließ nur wenige klare Chancen zu. Nach dem Spielverlauf etwas überraschend fiel dann nach 33 Minuten die erstmalige Führung der Gäste. Rimbeck bekam die Scheibe im Slot auf den Schläger und bezwang Martinovic im SCBB-Tor. Beflügelt von dieser Führung, waren die Unterländer dann in der Schlussphase des Drittels die bessere Mannschaft. Pech hatte man noch, als Baum in der 35. Minute nur den Pfosten traf, doch zwei Minuten vor der Sirene stand auf einmal Urquhart allein vor Martinovic und zockte den Keeper in gewohnter Penalty-Manier eiskalt aus. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich gerade sechs Spieler auf dem Sünderbänkchen versammelt, nachdem hinter dem Tor der Gastgeber eine ordentliche Rangelei ausgebrochen war, in deren Rahmen sich Bietigheims Pascal Schoofs eine blutende Wunde am Kopf zugezogen hatte. Große Strafen wurden von Schiedsrichter Vozar aber nicht verhängt.
Dafür kassierten die Falken einige kleine und mussten entsprechend die Anfangsphase des Schlussabschnitts fast permanent in Unterzahl überstehen. Selbst eine fünf-gegen-drei-Situation konnten die Gastgeber an diesem Abend aber nicht nutzen, man biss sich am starken Penalty Killing der Falken die Zähne aus und vermisste Topscorer Kelly immer deutlicher. Auf der Gegenseite lief Hackert allein auf Martinovic zu, aber vergab die Vorentscheidung (44.). Auch in der Folgezeit behielt Heilbronn das Geschehen weitgehend im Griff und ließ nur wenige klare Möglichkeiten zu. SCBB-Trainer Brittig reagierte und nahm schon bei Spielzeit 56:20 den Torhüter vom Eis – was zunächst von Erfolg gekrönt sein sollte. Serikow reagierte im Getümmel vor dem HEC-Tor am schnellsten und verkürzte auf 3:4. Wenig später verließ Martinovic erneut das Eis und Bietigheim machte noch einmal Druck, doch eine halbe Minute vor dem Ende landete der Puck bei Luigi Calce, der zum 3:5-Endstand ins leere Tor einschieben konnte.

Die Statistik in Kurzform:

SC Bietigheim Steelers – Heilbronner Falken 3:5 (2:2, 0:2, 1:1)
Tore: 1:0 Smazal 5., 1:1 Calce 11., 2:1 Hammer 13., 2:2 Calce 17. 5-4, 2:3 Rimbeck 33., 2:4 Urquhart 39., 3:4 Serikow 57., 3:5 Calce 60. 5-6; Strafminuten: Bietigheim 12, Heilbronn 18; Schiedsrichter: Vozar; Zuschauer: 3.250