Tabelle 2. Bundesliga
1. EHC München 34 +60 75
2. SERC Wild Wings 34 +30 70
3. SC Bietigheim Steel 33 +19 62
4. EVR Tower Stars 33 +29 60
5. SC Riessersee 35 +9 57
6. Heilbronner Falken 34 +15 54
7. Landshut Cannibals 34 +4 50
8. Lausitzer Füchse 35 -7 50
9. ESV Kaufbeuren 35 -12 48
10. Fischtown Pinguins 34 -3 44
11. Dresdner Eislöwen 35 -15 51
12. Eispiraten Crimmits 34 -12 37
13. Hannover Indians 34 -44 32
14. Wölfe Freiburg 34 -73 27
 
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Bild: Ravensburg cleverer und glücklicher

Ravensburg cleverer und glücklicher

Special Teams mit entscheidend bei 2:4-Niederlage - Cabana gesperrt


Ein spannendes und umkämpftes Spiel lieferten sich die Heilbronner Falken und die Tower Stars aus Ravensburg. Wie schon in den bisherigen beiden Spielen in dieser Saison behielten auch diesmal die Oberschwaben beim 4:2 die Oberhand, wobei der Erfolg der Gäste auch dank der besseren Special Teams nicht unverdient, aber um ein Tor zu hoch ausgefallen war. Der HEC blieb dagegen erstmals seit dem 30. Oktober gegen Bietigheim ohne Punkte in einem Heimspiel und hatte dieses Mal nicht das Quäntchen Glück, das gegen München noch auf Seiten der Mannen von Rico Rossi war.
Beide Teams mussten den Ausfall eines Kontingentspielers im Sturm wegstecken. Bei Heilbronn fehlte neben Marc St. Jean, über dessen Handverletzung in der kommenden Woche Genaueres herausgefunden werden soll, weiterhin der zum Spengler Cup abgestellte Cory Urquhart, während Ravensburg auf den gesperrten Shane Endicott und auch den verletzten Kyle Helms verzichten musste.
Das erste Drittel lässt sich grob in zwei Phasen unterteilen – diejenige bis zum 1:1 und die danach. In den ersten zehn Minuten waren die Gastgeber am Drücker und nutzten die erste gute Chance nach knapp vier Minuten zur Führung. Simon Wenzel setzte aus dem eigenen Drittel heraus zu einem Alleingang an und ließ am Ende auch noch EVR-Keeper Rohde zur 1:0-Führung der Falken aussteigen. Auch in der Folgezeit machten die Gastgeber mächtig Druck und hätten unter anderem in Überzahl nachlegen können. Dann fing sich Cabana die erste Strafzeit an, und Ravensburg kam nur sieben Sekunden später zum Ausgleich. Der Puck prallte zum frei stehenden Boon, der Vogl keine Chance ließ. Nach diesem 1:1 verloren die Unterländer ein wenig den Faden und konnten sich auch in einem folgenden Powerplay kaum in Szene setzen, während Ravensburg die Partie nun wesentlich offener gestaltete und bis zum Drittelende der Führung auch etwas näher war. Wiederum der sträflich allein gelassene Boon hatte eine Minute vor der Sirene das 1:2 auf dem Schläger, aber diesmal blieb Vogl Sieger. So ging es nach intensiven 20 Minuten mit einem gerechten Unentschieden in die Kabine.
Die Tendenz zugunsten der Gäste schien sich zunächst auch zu Beginn des Mitteldrittels fortzusetzen, doch nachdem die Falken ein Unterzahlspiel erfolgreich überstanden hatten, war es wieder eine ausgeglichene Partie, in der sich keine Mannschaft entscheidend in Szene setzen konnte und die klaren Chancen eher Mangelware blieben. Insbesondere im Überzahlspiel tat sich Heilbronn doch sehr schwer und kam kaum einmal in die Aufstellung. Nur Gödtel kam nach 32 Minuten in aussichtsreicher Position zum Schuss, aber verzog. Ein schön vorgetragener Angriff der Gäste führte schließlich nach 36 Minuten zum 1:2, als Goldie auf einmal frei vor Vogl stand und im zweiten Versuch die Scheibe über die Linie brachte. Danach hatten die Gastgeber Glück, dass Samendinger im letzten Moment am Schuss gehindert wurde und Ravensburg eine 2-gegen-1-Situation vergab, ehe der HEC in der Schlussphase noch einmal Druck aufbauen konnte. Zum Ausgleich sollte es aber nicht mehr reichen.
Diesen Schwung nahmen die Falken ins Schlussdrittel mit, in dem Axel Hackert nach 78 Sekunden eine Konfusion in der EVR-Abwehr zum 2:2 nutzte. Die Unterländer schienen in dieser Phase auf einem guten Weg zu sein, doch auch Ravensburg blieb gefährlich, so in der 46. Minute, als ein Schuss von Kinch knapp vorbeistrich. Wie schon im ersten Drittel leitete dann aber eine Strafe gegen Heilbronn das Unheil ein. Erneut dauerte es nicht lange, bis die Scheibe etwas unglücklich von einem Verteidiger abprallte und gerade so über die Linie rutschte – so jedenfalls die Entscheidung von Schiedsrichter Vogl. Ein anschließendes Überzahlspiel des HEC blieb erneut erfolglos, und wie schon gegen Kaufbeuren wurde der von der Strafbank kommende Spieler außer Acht gelassen. Vasicek sagte Dankeschön und bezwang Vogl zum vorentscheidenden 2:4. Die Falken versuchten danach zwar noch alles, aber das letzte Quäntchen sollte am heutigen Abend fehlen. Auf der Gegenseite verpassten es die Oberschwaben, die sich nun bietenden Lücken auszunutzen, und auch ein doppeltes Überzahlspiel über komplette zwei Minuten blieb ungenutzt. So hatten die Gastgeber am Ende bei doppelter Überzahl noch einmal die Chance zu verkürzen, der Sieg der Gäste sollte aber nicht mehr in Gefahr geraten.
Sehr ärgerlich war dann noch die Disziplinarstrafe, die sich Frédérik Cabana nach der Schlusssirene einhandelte – damit ist er gegen Bietigheim gesperrt.

Die Statistik in Kurzform:

Heilbronner Falken – EVR Tower Stars 2:4 (1:1, 0:1, 1:2)
Tore: 1:0 Wenzel 4., 1:1 Boon 10. 5-4, 1:2 Goldie 37., 2:2 Hackert 42., 2:3 Kostyrev 48., 5-4, 2:4 Vasicek 50.; Strafminuten: Heilbronn 10 + 10 (Cabana), Ravensburg 14; Schiedsrichter: Vogl; Zuschauer: 2.123